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Klimaneutral: China will es 2060 werden, die EU will es 2050 werden – und ich irgendwie auch. Aber was ist Klimaneutralität?

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China will spätestens 2060 klimaneutral sein, die EU (und Deutschland) will das Ziel 2050 erreichen. Da stellt sich die Frage: Was bedeutet Klimaneutralität überhaupt? Und wie soll und kann dieses Ziel der Klimaneutralität erreicht werden?

Klimaneutral. Was heißt das?

Wikipedia schreibt zu Klimaneutralität: “Klimaneutralität bedeutet, dass durch einen Prozess oder Tätigkeit das Klima nicht beeinflusst wird.” Es geht also darum, mit seinem Tun und Handeln das Klima nicht negativ zu beeinflussen – aber auch nicht positiv. Eben´neutral´.

Und was ist mit Klima gemeint? Nun, die hier angestrebte Neutralität zielt auf die Treibhausgase ab. Deutschland pustet im Jahr ca. 800 Tonnen CO2 in die Atmosphäre. Um klimaneutral zu werden, müsste Deutschland also 800 Tonnen weniger CO2 produzieren. Das wird nicht ganz einfach. Jeder Deutsche verbraucht im Schnitt 11,3 Tonnen CO2 im Jahr (das ist recht deutlich über EU-Durchschnitt).

CO2-Ausstoß auf 0: Geht´s noch?!

Aber geht das überhaupt: Gar kein CO2 ausstoßen? Nein, so wird es nicht funktionieren. Bei Klimaneutralität ist die Netto-Null-Emission gemeint. Das bedeutet, dass es weiterhin Treibhausgasemissionen geben wird, diese aber kompensiert werden. Wie funktioniert das? Hier kommen die sogenannten Kohlenstoffsenken ins Spiel. Als Kohlenstoffsenke wird ein System bezeichnet, welches Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre entnimmt. Die wichtigsten Kohlenstoffsenken sind Wälder, Böden und Ozeane. Im Privaten bedeutet eine CO2-Kompensation also zum Beispiel eine Investition in ein Projekt zum Erhalt von Wäldern oder Mooren.

Was tun, um klimaneutral zu werden

Wer klimaneutral werden will, muss zuerst mal den Ausstoß von CO2 reduzieren. Die größten CO2-Verursacher in Deutschland sind die Energiewirtschaft, die Industrie, Verkehr und die Haushalte. Wer selber versuchen möchte, klimaneutral zu werden, nutzt als Ausgangsbasis am besten einen der CO2-Rechner. Am Ergebnis aus dem Rechner erkennst du erstens, wie viel CO2 du überhaupt verbrauchst und zweitens, wo du einsparen kannst.

Hier findest du einen CO2-Rechner vom WWF und hier vom Umweltbundesamt.

Tja, und weil es dir einfach nicht gelingen wird, deinen persönlichen CO2-Ausstoß auf null zu senken, bleibt dir am Ende nur noch die Kompensation. Anbieter sind zum Beispiel atmosfair, Klima-Kollekte oder PrimaKlima. Das Umweltbundesamt stellt hier einen umfangreichen Ratgeber zur freiwilligen CO2-Kompensation zur Verfügung.

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